Westalpentour: Übernachtung am Comer See

Quasi als Saisonabschluss hatte ich mir zusammen mit Florian im vergangenen Winter überlegt, ein paar Tage in die Westalpen zu fahren. Viel mehr hatten wir dazu nicht besprochen, nur der Termin wurde irgendwann festgelegt. Mit Florian war ich 2012 und 2013 in Marokko unterwegs gewesen. Da das meine ersten beiden Ausflüge in die Wüste waren, werde ich diese Touren auch nicht so schnell vergessen.

Als Reisewoche drängte sich dann einfach die erste Oktoberwoche auf, da am 03. Feiertag ist und ich am 04. ein jährlich ein wiederkehrendes Ereignis begehen darf. Im Laufe des Jahres wurde unsere Reisegruppe dann noch um Markus im Defender ergänzt und um Karen als meine Beifahrerin.

Los ging es für uns beide am Samstag vormittag. Als erstes Ziel hatten wir uns den Comer See ausgesucht. Oberhalb des Sees gibt es schöne Übernachtungsplätze, die sich für die Durchreise anbieten. Dort wollten wir uns mit Markus treffen.

Da man von Stuttgart aus in knapp sechs Stunden nach Como fahren kann, legten wir auf der Anreise noch einen Zwischenstopp am Gotthard Pass ein. Bei wunderschönem Wetter konnten wir oben auf der Passhöhe noch einen kleinen Spaziergang unternehmen und den Ausblick Richtung Süden genießen.

Nachteil von diesem Ausflug: wir sind in die Dunkelheit gekommen und durften ohne Tageslicht unseren Übernachtungsplatz oberhalb des Comer Sees finden. Das kann schon ziemlich dunkel sein, wenn man nachts durch den Wald fährt, über sehr schmale Wege, nur ausgeleuchtet vom Fernlicht des Patrols. War trotzdem lustig und wir hatten schon am ersten Tag ein kleines Abenteuer.

Die Erkenntnis dieses Abends: ich brauche dringend vorne Zusatzscheinwerfer am Patrol, damit das nächste Mal mehr zu sehen ist, wenn es nachts durch den Wald geht.

Markus war schon nachmittags am Treffpunkt angekommen und konnte so noch den Sonnenuntergang genießen und etwas faulenzen. Zusammen sind wir dann noch in die benachbarte Alpe zum Essen gegangen und danach direkt ins Dachzelt in den warmen Schlafsack. Dort oben war der Herbst schon deutlich zu bemerken. Ohne Sonne war es doch empfindlich kühl. Aber das gehört zu einer Reise im Oktober einfach dazu.