Von Shkodra Richtung Rreshen

… oder alle Wege enden am Stausee.

Nachdem wir gestern vom Durmitor Nationalpark in Montenegro bis zum Lake Shkodra Resort in Albanien gefahren sind, sollte heute die erste Etappe über die typischen albanischen Hinterlandpisten gehen.

Wir wollen uns in den nächsten Tagen bis nach Elbasan und dann noch weiter in den Süden vorarbeiten. Dafür war die heutige Etappe genau der richtige Einstieg. Bei bestem Wetter ging es über eine kleine Hoppelpiste durchs Hinterland.

Wenig besiedelt, viele verlassene Höfe, aber trotzdem noch überraschend viel Verkehr unterwegs. Man darf nie vergessen, dass diese Wege auch ganz normale Verbindungsstraßen zu den kleineren Ortschaften sind.

Die Überraschung des Tages erlebten wir allerdings, als wir fast den Endpunkt der angedachten Route erreicht hatten. Eigentlich hätte es nochmal über einen Fluss gehen sollen, bevor wir die Autobahn, welche Richtung Kosovo geht, gekreuzt hätten. Doch anstelle der Brücke verschwand die Piste in einem neuen Stausee. Dieser ist bisher nirgends verzeichnet, zumindest in keiner unserer Karten – sowohl online als auch offline – zu finden. Tatsache ist aber, er ist da und verändert damit alle Routen in dieser Region.

Wir haben dann geschwind umgeplant und unweit des Sees unser Lager aufgeschlagen. Morgen werden wir dann mal Ausschau halten, wie der See zu umfahren ist. Alles nicht weiter schlimm, da wir auch noch ein erfrischendes Bad nehmen konnten – sehr zu empfehlen.

Die letzte Überraschung erlebten wir dann nach dem Abendessen, als plötzlich ein älterer Mann ankam und uns mit einem Lächeln im Gesicht einige Ziegenkäse auf den Tisch stellte. Genauso schnell wie er gekommen war, war er auch wieder verschwunden. Auch das ist Albanien!

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