Verschwundene Pisten

Im folgenden der Bericht von Michael zum 19.11.2016 – wir hatten an dem Tag das Team aufgeteilt.

Wichtige Erkenntnis: Auch in Afrika wird es kalt, wenn man im November auf 1700 Metern Meereshöhe übernachtet. Zum Glück sind unsere Schlafsäcke warm genug, so dass sich auch solche Nächte gut überstehen lassen.

Bis zum Abzweig zur Teerstrasse, die nach 5 Kilometern kam, fuhren wir noch gemeinsam. Danach ging es, wie Stefan schon geschrieben hat, auf getrennten Wegen weiter. Stefan meinte, dass wir uns diese schöne Route nicht entgehen lassen sollten. Da unsere Kompaktkameras dem Staub und Sand der letzten Tage Tribut zollen mussten, gab Stefan mir einer seiner Kameras mit. So sind über den Tag hinweg einige schöne Aufnahmen der folgenden Strecke entstanden. Nach ein paar hundert Metern verließen wir die Straße wieder und fuhren auf einer gut befahrbaren Piste Richtung Südosten.

Die Piste schlängelt sich zuerst in mehreren Kehren den Berg runter ins Tal, um nach 14 Kilometern eigentlich am Rand eines ausgetrockneten Flussbettes weiter zu gehen. Stefan hatte die Piste auch als gut befahrbar beschrieben. Allerdings hatten sich seit dem letzten Jahr die Verhältnisse vor Ort geändert.

Von der Piste war nicht mehr viel übrig geblieben, die größten Teile waren weggeschwemmt worden. Obwohl der Weg eindeutig durch den Verlauf des Flussbettes vorgegeben war, endeten manche Versuche vorwärts zu kommen in einer Sackgasse. Mehrmals mussten wir vorauslaufen, um zu sehen ob wir besser im Flussbett oder auf den Resten der Piste vorwärts kommen. Zweimal haben uns dabei netterweise Einheimische geholfen.

Unterwegs bekam ich noch zwei der seltenen Erdhörnchen vor die Linse.

Vereinzelt gab es immer wieder kleine Ansiedlungen in dieser unwirklichen Landschaft. Es verwundert mich immer wieder, wo hier überall noch Menschen wohnen. Erst ab der nächsten größeren Ortschaft war die Piste neu geschoben und wir kamen wieder schneller voran. Die drei Stunden davor, waren wir mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von ca. 5 km/h unterwegs gewesen.

Kurz vor Tizerkine kamen wir auf die Piste, die nach Tafraoute führt. Aber auch hier wurde unser Vorankommen eingebremst, da die Brücken über den Fluss erneuert wurden. Noch einmal mussten wir umdrehen und uns einen neuen Weg durch das Flußbett suchen.

Direkt am Orteingang von Tizerkine kam uns dann ein sehr bekanntes Auto entgegen. Da Stefan noch einen Anhalter mitgenommen hatte, warteten wir kurz am Ortsausgang. Nachdem wir die Neuigkeiten des Tages ausgetauscht hatten, ging es weiter Richtung Tafraoute.

Den Rest des Tages findet ihr im vorherigen Bericht von Stefan.

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