Marokko 2016

Endlich wieder Wüste

Nach einer Woche Anfahrt endlich im Zielgebiet! Ich hatte bereits eine Woche vorher Urlaub gehabt und zusammen mit Marlis und Jörn Spanien erkundet. Dieses Jahr sollten wir mit vier Autos unterwegs sein, drei Land Cruiser und ich mit dem Patrol.

Gruppenfoto Marokko

Samstag abend kam dann der Rest der Urlaubstruppe in Tarifa auf dem Campingplatz an.

Sonntag mittag schön gemütlich mit der Fähre rüber nach Tanger und Montags war dann nur noch der letzte etwas langweiligere Fahrtag durch Marokko zu überwinden. Wobei das wahrscheinlich für die Marokko „Ersturlauber“ etwas spannender war, diese erste Berührung mit dem fremden Land.

Wie bereits gewohnt war die Einreise über Tarifa sehr entspannt. Auch wenn die Fähre etwas teurer ist kann ich diese Variante der Einreise nach Marokko nur empfehlen. Schöner kleiner Hafen, man ist schnell durch Tarifa durchgefahren und kann dann über die Autobahn weiterfahren um das eigentliche Reiseziel zu erreichen. Positiv aufgefallen war mir dieses Jahr, dass anscheinend die ganzen zwielichtigen Typen aus dem Hafen enfernt wurden. Keine halboffiziellen „Helfer“ mehr, keine Schlepper die einem die Euros aus der Tasche ziehen wollen und keine Teeverkäufer mehr. Dazu wurde noch der Einreisevorgang geordnet, so dass man nicht mehr ziellos zu den einzelnen Schaltern laufen muss. Sehr schön!

Aber zurück zur ersten Wüstenetappe: Entlang der algerischen Grenze wollten wir von Boudnib aus Richtung Erg Chebbi fahren. Dafür hatte ich 2 Tage angesetzt, also mit Übernachtung im Outback. Den angedachten Übernachtungsplatz – bei mir nur Murmel genannt – werden einige sicher kennen. Für mich einer der schönsten Plätze in Marokko und einfach toll um so eine Tour durch die marokkanische Wüste zu starten.

Da es im Oktober und auch am Tag vorher viel geregnet hatte (im Atlas hatte es geschneit), empfing uns eine etwas feuchtere Piste. So mussten wir direkt nach Einfahrt in die Piste zwei Furten und einige schlammige Passagen durchqueren. War alles problemlos machbar, aber doch etwas überraschend für die Gegend.

Der Rest war dann recht einfach zu fahren. Kilometerlang geht es durch ein Oued (trockenes Flusstal) und später über eine vermutlich vom Militär geschobene Piste. Sehr schön, um sich aufs Pistenfahren einzustellen.

Kurz vor Sonnenuntergang erreichten wir dann das Zielgebiet mit dem Übernachtungsplatz an der Murmel. Ein schöner Geländespielplatz, der von jedem Regen neu geformt wird. Oben auf einem kleinen Plateau ruht dann die Murmel und direkt daneben schlugen wir unser erstes Lager auf. So endete der erste Tag im Outback, bei tollem Wetter und einer interessanten Pistenfahrt.