Rumänien 2014

Durch den Dschungel

Als ob wir durch einen tropischen Dschungel fahren würden, so fühlten wir uns heute immer mal wieder. Es ging immer wieder durch fast zugewachsene Pfade, die offensichtlich nicht so oft befahren werden. Das ganze noch gemischt mit schlammigen Abfahrten, Bach- und Flussdurchquerungen – insgesamt ein fahrerisch unglaublich interessanter Tag im westlichen Teil der Südkarpaten.

So langsam näherte sich das Ende unseres Urlaubs. Wir hätten zwar noch ein paar Tage gehabt, aber das Wetter änderte sich auf Richtung Herbst. Der Wetterbericht sagte für die nächsten Tage Regen vorher, was dann doch auf diesen Wegen weniger spaßig ist. Es wird halt schnell grundlos und auf eine Matschschlacht haben wir beide keine Lust. Sind halt doch eher Wüstenfüchse 😉 .

Andererseits haben wir auch in den vergangenen Tagen einen guten ersten Eindruck der Karpaten und von Rumänien gewonnen. Wir werden auf jeden Fall wiederkommen. Die Anfahrt ist vergleichsweise kurz, so dass man auch einfach mal für eine verlängerte Woche hier hin fahren kann und ein paar Tage Spaß und Freiheit hat. Unsere Übernachtungsplätze waren bis auf eine Ausnahme alle genial gewesen, mit toller Aussicht und schön ruhigen Nächten.

Nach einer letzten Übernachtung in der Wildnis sollte es dann am 02. Oktober wieder zurück in die Zivilisation gehen. Wir wollten uns noch Arad anschauen und nach Ungarn in der Nähe von Szeged auf einen Campingplatz fahren. Arad war eher mäßig interessant, einige alte Gebäude, eine schöne Universität, daneben aber auch viele graue Plattenbauten. Kurz vor Arad haben wir noch die Gelegenheit genutzt, die völlig verdreckten Autos vom Schlamm befreien zu lassen.

Den Programmpunkt „Übernachtung in Ungarn“ haben wir dann auch noch gestrichen, es regnete aus allen Eimern und nach Österreich waren es nur ca. 400km. Also durchfahren – so fanden wir uns dann gegen 20 Uhr zurück am Startpunkt, an dem wir am Montag in vorherigen Woche gestartet waren. Was für ein Kontrast – morgens noch in der Pampa aufgewacht, nochmal durch den Schlamm gekämpft und abends schon wieder im gut organisierten Österreich.

Damit möchte ich diesen Reiseblog beenden. Ich hoffe es hat euch Spaß gemacht, hier mitzulesen, auch wenn dieser Bericht nachgereicht worden war. Die nächsten Ideen schwirren mir schon wieder im Kopf rum, es wird also wie immer hier nicht langweilig werden.