Albanien 2013

Vom Ohrid See zum Nationalpark Jablanika-Shebenik

Nach einem Tag Ohridsee reicht es uns auch mit postkommunistischem Charme und diesem merkwürdigem Wetter, das jeden nachmittag eine Ladung Wasser ablädt. Unser Standplatz hatte sich so schon innerhalb eines Tages in eine Matschlandschaft verwandelt. Bad Kissinger Verhältnisse brauche ich irgendwie nicht in einem Sommerurlaub 😉 .

Überhaupt kann man sich m.E. den Ohridsee schenken. Ich fand den jetzt nicht so landschaftlich großartig, dass man unbedingt in dieses östlichste Ecke von Albanien fahren muss. Zum morgens baden fand ich das Wasser sehr schön. Das war es dann aber auch schon.

Nach dem Grenzübertritt nach Albanien zurück geht es von Pogradec aus in die Berge. Der Pistenzustand ändert sich auch relativ schnell von befahrbar in zerstört 😉 . Irgendwie inzwischen schon Normalität.
Von oben aus den Bergen hatten wir dann nochmal einen schönen Blick auf den Ohridsee. Von hier oben schaut das auch gleich viel spektakulärer aus, als unten im Matsch 🙂 .

Nächstes Ziel sollten die Felsengräber bei Selca sein. Wie üblich, wenn wir uns etwas anschauen wollen, fing es pünktlich an zu regnen und zu gewittern. Wir sind aber trotzdem vom „Parkplatz“ die paar Höhenmeter zu den Gräbern gelaufen. Es handelt sich um Königsgräber aus illyrischer Zeit, die vermutlich vom 4. – 1. Jh. v. Chr. verwendet wurden. Die Ausgrabungen sind alle aus dem 4. – 3. Jh.
Mehr Details findet ihr in diesem Artikel aus der Wikipedia.

Gegen 15 Uhr erreichten wir dann nach mehrstündigem geholpere die E852, die erfreulich gut ausgebaut ist. Von Librazhd aus ging es wieder zurück in die Berge. Hier wollten wir uns auch, unweit des Nationalparks Jablanika-Shebenik, einen Übernachtungsplatz suchen.

Offensichtlich soll diese Verbindungsstrecke Richtung Norden in den nächsten Jahren komplett asphaltiert werden. Für uns endete allerdings die neue Asphaltdecke nach einigen Kilometern und es folgte wieder die übliche Abwechslung aus Schlaglöchern und Steinen. Auf 1200 Metern haben wir dann sogar, etwas versteckt gelegen, unseren Übernachtungsplatz gefunden. Eine ebene Fläche, auf der mal ein Haus gestanden haben muss. Leider komplett zerstört, so dass man nicht mehr erkennen kann, was hier wohl früher mal gestanden hat.