Korsika 2010

Durch die Berge an die Ostküste 05.05.

Strand in Aleria

Nach drei Nächten auf demselben Campingplatz, war es Zeit weiterzuziehen. Zu lange will ich nie auf einem Platz bleiben, weil man dann einfach zuwenig sieht. Außerdem werden die An- und Abfahrten zu den Touren immer länger.

Bei der Planung für den 05.05. waren wir uns morgens nicht ganz sicher, was wir machen sollten, weiter die Westküste runter, oder in den Osten. Alles hing vom Wetter ab, so dass wir erstmal beschlossen, Richtung Corte ins Inselinnere aufzubrechen und dort dann zu entscheiden, wie es weitergehen sollte.

Doch einfach so auf der Nationalstraße nach Corte zu fahren ist natürlich nicht unser Ding 😉 . So war dann auch ein kürzerer Abstecher auf einer interessant klingenden Piste in die Pampa geplant. Die Strecke hatte im MDMOT Enduro-Tourenheft den Titel „Starkes Stück“ bekommen. Die Überschrift hatte nicht zuviel versprochen.

Wie es sich für korsische Pisten gehört, ging es gleich direkt nach dem Abbiegen vom schwarzen Straßenbelag nur noch in der Untersetzung weiter. Zumindest für Alex und mich, keine Ahnung, ob Florian in seinem Wrangler gemütlich im Straßengang weitergefahren ist 😉 .

Leider spielte das Wetter während der kompletten Tour überhaupt nicht mit. Es regnete recht stark und je näher wir uns dem höchsten Punkt auf ca. 1100Metern näherten, desto dichter wurde der Nebel. Die Sichtweite war irgendwann bei 20-30 Metern, was beim auffinden der besten Linie als Führungswagen teilweise nicht einfach war. Manchmal hätte ich einfach gerne gesehen, wie es denn nach den sichtbaren 50 Metern weitergeht.

Unterwegs in den Bergen
Unterwegs in den Bergen

Angeblich soll es hier oben auch einen tollen Blick auf die Küste geben. Davon war natürlich nichts zu sehen. Am Ende der Tour soll angeblich eine Bergherie sein, auch diese war nicht zu sehen. Nur zwei Lichter im Nebel haben angedeutet, dass hier anscheinend jemand lebt.

Wie es so aussah, durch den „Nebel des Grauens“ zu fahren, zeigt das Video hier, dass mal wieder Florian zusammengestellt hat.

Weiter ging es auf schmalen Paßstraßen nach Corte. Unterwegs Auf dem weiteren Weg nach Corte wurde noch eine kurze Besichtigung der Ruine des Couvent San Francesco de Caccia eingelegt. Geregnet hat es dabei nicht, allerdings war auch nicht unbedingt gutes Fotolicht.

Couvent San Francesco de Caccia

Nach kurzer Besichtigung von Corte stand noch ein größerer Einkauf auf dem Plan. Zum Glück hatte es erst kurz vor dem Betreten des Einkaufspalastes angefangen zu gewittern und zu regnen (mal wieder). Nur wohin sollte es weiter gehen, Osten oder Westen? Mein Bauch sagte mir, ab in den Osten, da das Wetter aus dem Westen kam. Nach kurzer SMS-Konferenz mit meinem Arbeitskollegen Berni, der zu der Zeit mit seinem Camper in der Nähe von Aleria saß, bestätigte mein Bauchgefühl, dass dort das Wetter erträglicher war.

So sind wir dann direkt über die Nationalstraße nach Aleria gedüst, auf einen schönen Campingplatz direkt am Strand. Je näher wir der Ostküste kamen, desto besser wurde das Wetter. Hinter uns wurde es immer schwärzer, aber dafür schien vor uns die Sonne. Das Wetter war tatsächlich viel erträglicher als im Westen, auch wenn es doch langsam immer kälter wurde. Zum Glück hatte ich in Deutschland doch auch ein paar wärmere Sachen eingepackt, von denen ich dachte, ich würde sie eh nicht benötigen. So kann man sich irren 🙂 !

Auf dem Campingplatz bekamen wir auch nach kurzer Zeit besuch von einer Australian Shepherd Hündin, die uns die folgenden Tage nicht mehr von der Seite weichen sollte. Alleine war sie nett und machte auch keinen Streß, wenn nicht am nächsten Tag ihre Lover auch noch gekommen wären. Aber das ist eine Geschichte für den nächsten Tag 😉 .