Korsika 2010

Zur Marina di Malfalcu 04.05.

Desert des Agriates

Am Dienstag war dann Schluss mit Kindergeburtstag. Es ging zur Marina di Malfalcu.

Diese Tour ist ohne Übertreibung das schwierigste, was ich bisher an Pisten gesehen habe. An vielen Stellen wird die Piste von üblen Auswaschungen unterbrochen, stellenweise hat man den Eindruck, man fährt durch ein Bachbett. Immer wieder sind steile Felstreppen zu überwinden und die Verschränkungsgrenzen der Autos werden immer wieder ausgetestet. Der größte Teil der Piste wird vom nicht ortskundigen Touristen im ersten Gang untersetzt gefahren. Die Einheimischen sind da schon etwas schneller unterwegs, aber selbst die brauchen an einigen Stellen die Untersetzung.

Das folgende Video von Florian zeigt gut die Schwierigkeiten dieser Piste.

Ich selber war heute als Beifahrer bei Florian unterwegs, ansonsten waren noch Gabi und Jörg und Marion und Alex mit bei der Offroad-Party ;-).

Gruppenfoto
Gruppenfoto

Unterwegs war ich mehr als einmal froh darüber, dass ich mich morgens dazu entschlossen hatte, nicht selber zu fahren. Ich fand es am ersten Tag schade, dass ich zuwenig Zeit hatte, die Landschaft zu genießen, zu fotografieren und zu filmen. Das läßt sich alles nur eingeschränkt machen, wenn man selber fährt.

Im nachhinein wäre es natürlich interessant gewesen, zu sehen, wie gut (oder vielleicht auch schlecht) der Sorento in diesem Gelände zurecht gekommen wäre. Aber wie bereits im letzten Bericht geschrieben, werde ich bestimmt hierhin zurückkommen.

Noch eine kleine Geschichte von unterwegs: ungefähr in der Mitte der Piste befindet sich ein kleinerer „Parkplatz“, auf dem wir eine Rast einlegten. Nach einigen Minuten kam ein älterer Patrol mit höherem Tempo angerauscht. Die Fahrerin hielt kurz an und erkundigte sich darüber, ob wir schon am Strand gewesen wären, was ja nicht der Fall war. Danach wies sie noch drauf hin, dass die Piste noch schlechter werden würde. Florian (unser Nativspeaker) meinte nur, dass das ok wäre. Mit einem Kopfschütteln donnerte sie davon.
Danach gab es für uns nur zwei Fragen: 1. wie kann die Piste noch schlechter werden? und 2. wie kann man hier so schnell fahren?
Frage 1 war nach einigen Metern beantwortet, die Piste wurde wirklich nochmal wesentlich schlechter. Die zweite Frage ließe sich wohl nur beantworten, wenn man mal auf dem Beifahrersitz der korsischen Rallyefahrerin Platz nehmen könnte 😉 .

Korsisches Rallyetaxi
Korsisches Rallyetaxi

Leider haben wir uns dann unten, nachdem wir über Stock und Stein geklettert waren, für den falschen Abzweig entschieden. Ich hatte nicht mehr in Erinnerung, dass in dem Tourbericht aus dem MDMOT-Heft Korsika die Marina die Malfalcu als unspektakulär beschrieben wurde, der westliche liegende Strand von Guignu aber als sehr schön.

Leider verhinderte die fortgeschrittene Zeit und das schlechter werdende Wetter, dass wir noch zum Plage de Guignu reingefahren sind.

Auf der Rückfahrt fing es dann auch noch an zu regnen, was die Piste, die ja jetzt bergauf zu bewältigen war, auch nicht einfacher machte. Aber inzwischen sind wir alle keine Newbies mehr, so dass auch dieses Hinderniss ohne Schäden überwunden wurde.
Als Fazit kann ich nur sagen, eine schöne Tour, die sich trotz des nicht ganz perfekten Wetters gelohnt hat.

Am Abend haben wir dann noch versucht, endlich einen Sonnenuntergang zu fotografieren. Leider war auch hier die Wolkendecke wieder zu dicht. Trotzdem ist wenigstens ein Foto einigermaßen gelungen.