Island 2008

Ausflug in die Thorsmörk

Sonntag 24.08.
Nachdem Claudia mit großer Vorfreude zu ihrem Ausflug mit meinem Wagen aufgebrochen ist, haben wir auch unsere beiden verbliebenen Pferdchen gesattelt und sind Richtung Þorsmörk abgedampft. Das Wetter war auch etwas besser als gestern und die Sonne ließ sich immer mal wieder blicken. Es versprach also ein netter Ausflug zu werden.
Wurde es auch!

Über die Þórsmörk gibt es ja an vielen Stellen schöne Horrorstorys zu lesen, v.a. von Geländewagen, die in der Krossá versenkt wurden. Die Krossá ist der etwas größere Gletscherfluss, der das schmale Tal dominiert. Wie es sich für einen ordentlichen Gletscherfluss gehört, weißt sie sehr unterschiedliche Wasserstände auf, die davon abhängen, wieviel Eis auf dem Gletscher geschmolzen ist, wieviel es geregnet hat, usw.

Heute war der Wasserstand denke ich mal sehr niedrig, denn ich hab schon Fotos und Videos gesehen, wo er wesentlich höher lag. Bis zum Gígjökull konnte die Piste heute auch von jedem SUV befahren werden, die Furten waren alle sehr niedrig, nur dazu geeignet, die Reifen nass zu machen.

Die Furten am Gígjökull waren dann aber beide heute das Stopp-Zeichen für jeden SUV und wären auch der Endpunkt für den Sorento ohne Untersetzung gewesen. Danach kommen noch einige tiefere Furten, die aber für den Landcruiser vom Arne und den Terrano mit dem Schnüffel vom Ingmar kein Problem darstellten. (Ein Schnüffel ist übrigens normalerweise ein Schnorchel 😉 ).

Die Furt vor der Hütte Langidalur (also über die Krossá rüber) wäre auch machbar gewesen, wir haben es aber bleiben lassen, weil wir uns nicht so richtig getraut haben. War vielleicht auch besser, denn auf einen Einsatz des blauen Hüttentraktors können wir alle verzichten 😉 .

So sind wir dann weiter ins Tal reingefahren, bis es nicht mehr weiterging. Laut im Internet gefundenen Beschreibungen soll es nach dem Campingplatz Básar noch ein Stückchen weitergehen, bis zu einer Fußgängerbrücke von der aus es weitergeht bis zum Krossárjökull. Kurz hinter Básar verschwand allerdings die Piste irgendwie im trockenen Flußbett der Krossá und es war uns nicht klar, wie es dort weitergehen soll. Da es nur noch geholper über Felsbrocken gewesen wäre, sind wir dort umgekehrt.

Das Wetter wurde auch langsam wieder schlechter, der Regen zog ins Tal rein, also sehr ungemütlich.
Nach einigen Videosessions wollten wir zum Abschluß der Tour noch den Seljalandsfoss besuchen. Dort war es allerdings so am regnen, dass wir es vorgezogen haben, den Ausflug abzubrechen.

Bei der letzten Wasserdurchfahrt hat es Arne dann leider noch geschafft, seinen Unterfahrschutz unterm Verteilergetriebe nachhaltig zu verbiegen. Da muss wohl irgendwie ein größerer Stein im Weg gelegen haben 😉 . Mechanisch ist nichts kaput gegangen, nur der UFS sah hinterher nicht mehr „Original“ aus 🙂 .
Vielleicht finden wir morgen noch eine Schrauberbude, die das Teil wieder geradeklopfen kann.

Es wird dann zum Abschluss unserer Vierer-Tour morgen noch zum Golden-Circle gehen. Am Dienstag müssen sich Claudia und Arne wieder auf den Rückweg Richtung Fähre machen.
Ich werde mit Ingmar noch eine Woche länger auf Island bleiben. Geplant war für diese Woche ein Ausflug in Westfjorde. Mal schauen, wohin uns das Wetter treiben wird.