Island 2006

erster Islandtag – Fahrt zur Herðubreið

10.08.2006 Donnerstag

Erster Tag auf Island!
Endlich da!! Nach zwei manchmal langweiligen, manchmal spannenden Nächten sind wir endlich auf Island angekommen. Um 09:30 Uhr Ortzeit legt die Norröna am Hafen in Seyðisfjörður an. Kontrolliert wurden wir nicht, davon waren aber einige andere betroffen, die ihre Wagen erstmal beim Zoll parken durfte. Die wussten wohl, dass es bei uns nichts zu finden gab.

Von Seyðisfjörður ging es erstmal zum einkaufen und Geld abheben nach Egilsstaðir. Für die Isländer ist das bestimmt schon eine Stadt, für uns nur ein größeres Dorf. Allerdings ein Dorf mit 2 Banken, mehreren Supermärkte und einigen Tankstellen! Mehr gibt es auch erstmal aus dem Ort nicht zu berichten.
Für uns ging die Reise direkt weiter auf der Ringstrasse Richtung Akureyri. Ziel sollte aber heute der Campingplatz an der Herðubreið sein. Dafür ging es nach kurzer Zeit schon auf die erste Schotterstrasse, die F923 (N 65° 17′ 47.6″, W 15 ° 10′ 50.7″). Am Anfang noch ziemlich harmlos, so dass man locker zwischen 70 und 80 km/h fahren konnte. Ab Bru (N 65° 6 ‚ 30.5″, W 15 ° 31‘ 30.7″) wird es dann aber etwas härter. Die Strecke heißt ab hier F910 und führt über eine teilweise recht üble Piste mit langen Wellblechabschnitten. Diese sind es dann auch, die das Fahren teilweise etwas nervig machen. Das ständige klappern im Auto und wirklich flott möchte man auf diesen Strecken auch nicht fahren. Dürfte auch besser für den Wagen sein! Die Landschaft ringsum ist die reinste Mondlandschaft, immer wieder mit sandigen Abschnitten, dann geht es wieder durch Bimssteinlandschaften oder Lavafelder. Durchaus abwechslungsreich, nur schnell kommt man nicht voran. Wir sind heute 210 km gefahren und haben dafür mit einigen Pausen 7h benötigt! Den Schnitt möchte ich jetzt lieber nicht ausrechnen.

Einige Furten sind auf der Strecke auch schon zu bewältigen, aber alle noch von der harmlosen Sorte. Das Wasser ging nie über Schwellerhöhe, also nichts worüber man sich Gedanken machen müsste. Da mir heute auch einige reine SUV entgegengekommen sind, war mir klar, die Strecke ist mit dem Sori definitiv fahrbar. Außerdem sind die früher wirklich schwierigen Stellen, die Überquerung der Krepa und der Joekulsa á Fjoellum, seit einigen Jahren durch Brückenbauten entschärft. So beschränkt sich das fahrtechnische auf das aufpassen, dass man sich nicht an irgendeinem scharfen Lavastein die Reifen kaputtfährt, oder in ein größeres Schlagloch fällt und sich dabei den Wagen beschädigt.
Da man hier aber trotz der Ödnis nie alleine unterwegs ist, wäre im Fall der Fälle Hilfe irgendwann zur Stelle.

Der Herðubreiðarlindir Campingplatz (N 65° 11′ 30.6″, W 16 ° 13′ 9.8 „) liegt inmitten einer grünen Oase, die sich plötzlich vor einem in dieser Geröllwüste auftut. Ein schöner Anblick und ein toller Kontrast zur umgebenden Mondlandschaft.

Für Morgen ist ein Besuch der Askja geplant und dann soll es weitergehen Richtung Grimstaðir. Dort oder in Asbyrgi würde ich gerne mal 2 Tage bleiben, so dass man nicht ständig das zelt abbauen muss. Aber nicht zuviel planen!
Morgen dann wieder mehr von unseren Abenteuern auf Island.

Kilometerstand: 2004