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#4 – Weiter durch die Gorafe und Übernachtung neben Höhlen

·386 Wörter·2 min

Nach einer ausgesprochen ruhigen Nacht wachen wir leider etwas später auf als geplant. Eigentlich hatten wir uns vorgenommen, den Sonnenaufgang über der Gorafe zu fotografieren. Leider haben wir genau diesen Moment verschlafen – sehr schade! Aber die Landschaft läuft ja nicht weg, also lassen wir uns davon die Laune nicht verderben und ziehen trotzdem mit den Kameras los. Die Umgebung liefert schließlich auch ohne Sonnenaufgang genügend Motive.

Nach dem obligatorischen Frühstück geht es weiter auf dem Rundkurs durch die Gorafe. Den Beginn der Strecke hatte ich mir bereits am Vorabend zu Fuß angesehen. Dort erwartete mich eine frisch geschobene, angenehm ebene Schotterpiste. Entsprechend war ich fest davon überzeugt, dass die Strecke auch weiter hinten ähnlich aussehen würde.

Falsch gedacht.

Die fast schon straßenähnliche Piste verschwand überraschend schnell und machte einer deutlich interessanteren Strecke Platz. Zunächst ging es hinunter in das Bett eines ausgetrockneten Baches, bevor sich die Piste über zahlreiche Kurven wieder hinauf auf das Plateau schlängelte. Für den Sprinter war das durchaus abwechslungsreich zu fahren und machte richtig Spaß.

Oben angekommen durfte natürlich das obligatorische Gruppenfoto nicht fehlen.

Gruppenfoto

Für die weitere Reiseplanung stellte sich nun die Frage: Wie geht es weiter? Die Sierra Nevada stand weiterhin auf unserer Liste, ebenso ein möglicher Besuch in Granada. Gleichzeitig hatte aber niemand Lust auf einen weiteren endlosen Fahrtag.

Die Lösung fanden wir in der Nähe von Guadix. Dort gibt es bei dem kleinen Ort Marchal einen dörflichen Stellplatz – sogar kostenfrei. Vielen Dank an die Gemeinde dafür. Aus einem ehemaligen Parkplatz wurde hier ein Wohnmobilstellplatz, der offenbar gerne und regelmäßig genutzt wird.

Interessant ist der Ort allerdings nicht wegen des Stellplatzes. Teile von Marchal liegen direkt im Felsen. Die traditionellen Höhlenwohnungen sind hier nicht nur erhalten geblieben, sondern werden auch heute noch aktiv genutzt. Gerade im Hochsommer dürften diese Behausungen gegenüber einem klassischen Haus einige Vorteile bieten.

Rund um den Ort verlaufen außerdem mehrere Wanderwege durch die beeindruckende Canyon-Landschaft. Einen davon hatten wir uns bereits für den nächsten Tag ausgesucht. Allein deshalb lohnt sich ein Besuch hier auf jeden Fall. Man sollte allerdings nicht erwarten, die übliche touristische Infrastruktur vorzufinden. Dorfläden, Cafés oder Restaurants sucht man hier weitgehend vergeblich – zumindest nach unserem Verständnis von „vorhanden“.

Wie bereits angekündigt, wollten wir uns am kommenden Tag auch einmal etwas länger zu Fuß fortbewegen. Mehr dazu dann im nächsten Bericht.