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#10 – Sevilla

·543 Wörter·3 min

Es ist der 23. April und wie in jedem Jahr hat an diesem Tag Karen ihren Geburtstag - evtl hätte ich das nicht verraten dürfen. Wir schaffen es auch fast immer, so wie sie sich das wünscht, an diesem Tag nicht zuhause zu sein.

Als Geschenk gab es eine sehr praktische Reisekaffeemaschine von OutIn, das Modell Nano. Offensichtlich war es die richtige Wahl gewesen.

Weiter zum nächsten Highlight des Tages. Wir wollen uns Sevilla anschauen. Eigentlich könnte man von Arahal aus mit der Bahn nach Sevilla fahren. Allerdings stoßen wir mal wieder auf das Problem, dass wir einen Hund in Junos Größe nicht mitnehmen dürfen. Anscheinend hat sich Ende Juli 2026 diese Regel deutlich gelockert, aber das hat uns im April natürlich noch nicht geholfen.

Also durfte uns der Sprinter nach Sevilla fahren. Wir fanden sogar einen Parkplatz, der ziemlich zentral liegt und der sogar eine passende Durchfahrtshöhe hat. Zwar etwas knapp, aber knapp passend reicht uns.

Womit wir nicht gerechnet hatten, die Feria de Abril de Sevilla fand genau in der Woche statt, in der wir in Sevilla waren. Hätte man natürlich vorher gesehen, wenn wir uns vorher informiert hätten. Haben wir aber nicht. Umso spannender war dann das Erlebnis vor Ort. Ich finde immer, dass auf Reisen Erlebnisse deutlich spannender und interessanter werden, wenn sie überraschend passieren. Das gilt für solche Festivitäten und auch für Sehenswürdigkeiten, an denen man zufällig vorbeikommt.

Auf das eigentliche Festgelände am Rand der Stadt haben wir es zwar nicht geschafft, doch die Feria war trotzdem überall zu spüren. In den Straßen begegneten uns immer wieder Frauen in den prächtigen, farbenfrohen Flamenco-Kleidern, wie man sie sich für Andalusien nur vorstellen kann. Am meisten beeindruckt haben uns aber die vielen geschmückten Pferdekutschen, die überall durch die Stadt fuhren. So bekamen wir eine gute Portion Feria-Stimmung, ganz ohne im Trubel der Festzelte zu stehen.

Aber auch ohne dieses Highlight ist die Stadt auf jeden Fall einen Besuch wert. Die vielen historischen Gebäude und auch Gärten laden zum Gucken und auch zum Entdecken ein.

Ein wichtiges Detail habe ich allerdings erst später auf der Karte gesehen. Die Stadt wird durch den Guadalquivir geteilt. So dachte ich zumindest. Das ist aber falsch - das, was anscheinend als Fluss die Stadt teilt, ist der Canal de Alfonso XIII, ein ehemaliger Arm des Guadalquivir, der zu einem Kanal / Hafen umgewandelt wurde.

Zum Abschluss unseres Rundgangs durfte etwas zu essen nicht fehlen. Aber da muss eigentlich in Spanien niemand Angst haben, so schnell verhungerst du hier nicht. Gegenüber der Universität konnten wir uns dann auch unter zahlreichen Restaurants eines aussuchen. Auch wenn wir für jeden Spanier zur absoluten Unzeit essen waren, war das Restaurant doch trotzdem geöffnet.

Zum Abschluss des Tages fehlte uns nur noch ein passender Übernachtungsplatz. Da wir gerne wieder eine Dusche wollten, wählten wir westlich von Sevilla den Campingplatz Huttopia Parque de Doñana aus. Von Huttopia hatte ich noch nie etwas gehört, aber wer Kinder hat, sollte sich die Webseite genauer anschauen. Es gibt einige Plätze in Europa, die zu diesem Netzwerk gehören und die haben alle irgendwie einen besonderen Charme.

Das sollte dann auch der letzte Solo-Tag gewesen sein. Unsere Reisepartner, die Mohrs saßen schon wieder im Flieger Richtung Spanien und wollten am folgenden Tag wieder zu uns stoßen.