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#7 – Auf Nebenstrecken nach Ronda

·510 Wörter·3 min

Wir hatten uns für diesen Tag einen Track auf der Plattform Wikiloc rausgesucht. Diese Plattform nutze ich schon länger, um interessante Strecken zu finden, habe dort aber auch selber einige Tracks hinterlegt, vor allem aus Marokko.

Zufällig startet die Strecke unweit unseres Übernachtungsplatzes. Da das Wetter an diesem Morgen direkt sehr gut war, wir aber noch im kalten Schatten standen, entschlossen wir uns dazu, direkt aufzubrechen und uns unterwegs einen sonnigen Platz für das Frühstück zu suchen.

Nach einigen Kilometern auf der befahrbaren Piste finden wir auch ein passendes Plätzchen, direkt neben der Ruine einer kleinen Hütte. Um uns herum blühende Bergwiesen – ein sehr schöner Anblick, den wir von unseren letzten Touren nach Spanien so nicht kennen. Es lohnt sich auf jeden Fall, im Frühjahr zu fahren: Die Chance, die Natur noch schön grün zu sehen, ist dann sehr hoch. Dafür sind die Temperaturen noch nicht so hoch, dass man abends längere Zeit draußen sitzen mag.

Nach erfolgreicher Stärkung ging es weiter auf dem Track. Alles gut befahrbar, hat wirklich Spaß gemacht, diese Strecke zu nutzen. Insgesamt hat der Track knapp über 100 km. Das war uns dann doch etwas zu viel, denn wir wollten Ronda noch einen Besuch abstatten.

Aber kurz nochmal zurück zum Track. Etwas abenteuerlicher wurde es ausgerechnet, als wir für einige Kilometer auf Asphalt unterwegs waren. Dabei durfte auch der Ort Carratraca durchquert werden.

Hier ging es plötzlich und unvermittelt im rechten Winkel durch den Ort. Also wirklich scharf rechts! Zuerst sehr steil bergab, dann hart rechts um die Ecke, so dass ich mit dem Sprinter gerade noch so durchgekommen bin, um dann unten im 180°-Winkel auf die Hauptstraße abzubiegen.

Das kam völlig unerwartet und sorgte für einen kurzen Adrenalinschub – obwohl der Tag bis dahin wirklich sehr entspannt war.

Einige Kilometer später entschieden wir uns dann dazu, den Track abzubrechen und über die Straße weiter Richtung Ronda zu fahren. Die Landcruiser-Besatzung ist dem Track weiter gefolgt, kann aber auch ohne uns wesentlich schneller fahren.

Noch eine kleine Begebenheit des Tages: Auf dem Weg nach Ronda sind wir am Puerto del Viento tatsächlich an einem Fotografen von Kanyarfoto.com vorbeigefahren. Das ging so schnell, dass ich nur noch aus dem Augenwinkel sein Schild gesehen habe und jemanden mit einer größeren Linse am Fahrbahnrand stehen. Später habe ich uns dann auch auf der Webseite entdeckt und die beiden angebotenen Fotos auch gekauft. Wenn ich das früher gesehen hätte, wären wir bestimmt mal kurz angehalten.

So kamen wir dann gegen 15 Uhr auf dem Campingplatz in Ronda an, kurze Zeit später war auch schon die Landcruiser-Besatzung vor Ort. Auch sie hatten irgendwann abgebrochen, da sonst nicht mehr genügend Zeit für Ronda übrig gewesen wäre.

Kleiner Zeitsprung: gegen 18 Uhr standen wir dann alle zusammen in Ronda und schleckten zufrieden ein Eis. Davor und danach noch Fotos von der wirklich schönen Stadt gemacht, die leider zum Teil touristisch sehr überlaufen ist.

Wesentlich mehr und auch bessere Fotos (besseres Licht) konnte ich 2021 bei unserem Besuch im Oktober in Ronda machen. Es lohnt sich also, auch in diesen Beitrag reinzuschauen.