Von Mostar nach Montenegro an die Tara Schlucht

Nach einer verregneten Nacht war es wenigstens morgens trocken geworden, so dass wir in Ruhe unser Frühstück hinter uns bringen konnten. Danach stand endlich die Quelle der Buna auf dem Programm. Auch hier sollte das Wetter noch halten.

Die Buna entspringt direkt als Fluss aus dem Karstgebirge, ein imposanter Anblick. Direkt an der Quelle liegt ein altes moslemisches Kloster. Neben dem Kloster gibt es auch unzählige Restaurants und Bars die ihre Dienste anbieten. An einem warmem Sommertag bestimmt schön, an einem eher kühlen Spätsommertag, nachdem der Bora durchgerauscht ist, zu ungemütlich. Trotzdem lohnt der Besuch, auch wenn die Quelle touristisch schon arg strapaziert wird. Es sollte aber noch besser werden.

Da wir schon in der Gegend waren, wollten wir auch noch einen Blick auf Mostar werfen, v.a. auf das historische Zentrum. Das Wetter war uns dabei nicht wohlgesonnen, es goss aus alles Kübeln. Normalerweise würde ich bei so einem Wetter nur im Notfall einen Fuß vor die Türe setzen. Allerdings wäre man Eindruck wohl nur begrenzt positiver ausgefallen, wenn das Wetter besser gewesen wäre. Dafür ist das überschaubare Zentrum einfach zu sehr überlaufen. Wobei überlaufen noch untertrieben ist. Also definitiv nichts, was ich mir freiwillig noch einmal antun werde!

Nach dem wir endlich aus Mostar rausgekommen waren, sollte es endlich in einsamere Gegenden gehen. Viele Menschen haben wir jetzt für meinen Geschmack genug gesehen.

Wir hatten so geplant, dass wir noch in Montenegro ins Dumitor Gebirge fahren wollen und von dort aus dann weiter nach Albanien. Dafür mussten wir erst mal in BIH gefühlt 100.000 Kurven hinter uns bringen, mit genauso vielen Schaltvorgängen. Sehr mühsam zu fahren, Straßenzustand teilweise jenseits von erträglich, dafür allerdings wurde die Landschaft wieder abwechslungsreicher. Das hat mir schon besser gefallen, als die kahlen Felsen, die man überall im Süden sieht. Wenn da nur nicht überall der Müll wäre. Teilweise sieht es schon wirklich schlimm aus, wenn man nur noch an wilden Müllkippen vorbei fährt – oder war das der normale Straßenrand?

Richtung Norden wurde es dann wieder besser, ich hab zumindest weniger Müll gesehen. Ich bin ja immer mehr davon überzeugt, dass die Menschheit keine Massenvernichtungswaffen benötigt, um den Planeten unbewohnbar zu machen. Das bekommen wir ganz simpel mit dem Plastikmüll hin.

Aber zurück zu schönerem! Direkt hinter der Grenzen haben wir unser heutiges Lager angefahren, direkt am Nebenfluss der Tara, ein kleines Raftingcamp. Als Abendessen gab es total leckere Forellen und auch die Wettervorhersage sieht wieder brauchbar aus.

Morgen dann weiter zum Dumitor und schauen wir mal, wie weit wir uns Richtung Albanien bewegen werden. Ich würde gerne endlich mal eine schöne Offroad-Strecke fahren.

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