Wasserversorgung unterwegs

An dem Thema Wasserversorgung unterwegs bin ich gedanklich schon länger dran, weil mich meine bisherige Lösung schon länger genervt hat. Wie sah diese Lösung aus?

Ganz einfach: ein 10- oder 20-Liter Weithalskanister wurde irgendwo im Auto festgezurrt. Als Wasserspender war an den Kanistern jeweils ein Ablasshahn montiert. Im Laufe der Jahre hatte ich an dieser Konfiguration immer wieder rum gefummelt, wirklich praktischer wurde es nie. Zuletzt hatte ich an dem Ablasshahn ein Schlauchstück montiert, was die Handhabung insofern verbesserte, dass ich den Kanister im Auto lassen konnte, wenn ich Wasser benötigte.

Das muss auch besser gehen. Folgende Anforderungen sollte die neue Lösung erfüllen:

  • ein größerer Wasservorrat
  • Wasservorrat aus Sicherheitsgründen auf mehrere Behälter verteilt
  • Wasser kann per Pumpe entnommen werden
  • Pumpe soll sich automatisch an- und abschalten
  • Gardena Systemanschluss, damit unterschiedliche Aufsätze verwendet werden können

Mit diesen Anforderungen fallen schon mal einige Lösungen weg. Einen festen Tank wollte ich im Auto nicht eingebaut haben. Finde ich unpraktisch, einen Kanister kann ich jederzeit aus dem Auto rausholen und zum Auffüllen zum nächsten Wasserhahn laufen. Wenn der Kanister defekt ist, lässt er sich ohne großen Aufwand ersetzen.

Weggefallen sind damit auch fertige Lösungen, wie die „mobilen Reiseduschen“, welche u.a. auf ebay angeboten werden. Funktioniert sicherlich sehr gut, nimmt mir aber die Möglichkeit die Aufsätze zu wechseln. Außerdem ist nirgendwo beschrieben, welche Tauchpumpen verwendet werden.

Nach etwas längeren Recherchen im Internet, inkl. Beratungstelefonat durch meinen Bruder (er hat einen eigenen Blog unter Camperleben.net), hab ich mich für eine Tauchpumpe von Reichelt und drei Raumsparkanister mit jeweils 12-Litern Inhalt entschieden. Die Produkte findet man u.a. bei Obelink zu einem fairen Preis.

Was noch fehlte war die Nummer mit automatisch an- / abschalten. Dafür fand sich im Angebot von Reimo das passende Produkt, ein sogenannter Druckmembranschalter, welcher sowohl in die Stromversorgung, als auch in den Wasserschlauch gehängt wird. Sinkt der Druck im Schlauch, so wird der Stromkreis geöffnet und die Pumpe springt an.

Die Stromversorgung selber erfolgt momentan über einen 12-Volt Stecker, der an meine Batteriebox gehängt wird. Somit kann ich relativ einfach die Stromversorgung kappen, wenn die Pumpe nicht benötigt wird – z.B. über Nacht oder unterwegs.

Nachdem das alles geklärt war, stellte sich nur noch die Frage, wohin mit dem Gerödel? Bis jetzt war dafür einfach kein Platz vorgesehen. Lösung: die Kühlbox muss umziehen!

Die drei neuen Mitbewohner, genannt Raumsparkanister bekamen also den Platz, den bisher die Kühlbox für sich beansprucht hatte. Damit der Platz nicht völlig verschenkt ist, hab ich noch einen kleinen Anbau aus Aluprofilen erstellt. Somit ist auch der Platz über den Kanistern noch für Gepäck nutzbar. Gleichzeitig konnte an den Aluprofilen der Druckmembranschalter und die Schläuche befestigt werden.

Die Kühlbox sitzt jetzt auf einem kleinen Podest hinten rechts neben meinem Schlafplatz. Dort stört sie nicht, bekommt genügend Luft und ist wie an ihrem alten Platz nicht der Sonneneinstrahlung ausgesetzt.

Erster Test für diese Lösung erfolgt demnächst im September in Albanien. Ich werde danach berichten, ob es sich bewährt hat oder nicht. So ähnlich wie hier beschrieben könnte man das natürlich auch in einem einfachen „Busausbau“ verwenden, evtl. mit kleinem Waschbecken und einem der Kanister als Behälter für das Abwasser.

2 Kommentare

  1. Das kannst du auch mit einer Aussenliegenden Saugpumpe mit druckschallter machen.
    T-stück für 3 Kannister mit den Auslaufhänen verbinden. Immer der Kanister oder eben alle wird entleert. nichts mehr im Kannister. Gibt es im Bootshandel für Aussenduschen usw.

    • Danke für die Ideen – es lässt sich noch vieles ändern. Ab Freitag wird erst mal drei Wochen getestet. Vielleicht lande ich ja doch noch bei einem festen Tank 😉

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