Ein verregnetes Finale

Vieles lässt sich vorher planen, das Wetter allerdings nicht. Nun geht man natürlich bei einem Urlaub in Nordafrika eher davon aus, dass von oben die Sonne scheint. Das es auch anders geht sollten uns die folgenden Tage zeige.

Wir wollten noch Essaouira einen Besuch abstatten. Die historische Hafenstadt an der Atlantikküste gehört zum UNESCO Weltkulturerbe und sollte einen Besuch wert sein.

Davor mussten wir allerdings noch den Rest unserer Sandpiste bewältigen. Das war auch noch mal ein schöner Abschluss unserer Tour. Nochmal etwas im Sand fahren, etwas Schotter und schöne Ausblicke auf den Atlantik.

Nachdem wir in Sidi Wassay auf Asphalt abgebogen waren, war der „abenteuerliche“ Teil dieser Reise zu Ende. Ab jetzt nur noch 3300km Asphalt bis nach Hause 😉 . Mitunter ist aber auch die Durchquerung einer marokkanischen Großstadt, hier Agadir, ein Abenteuer. Auf den Verkehr achten, den richtigen Weg finden und dabei keine Fußgänger über den Haufen zu fahren, ist nicht ganz einfach. Auf der Karte sieht das einfach aus. Der N1 folgen, einmal durch Agadir durch und schon geht es immer an der Küste entlang bis Essaouira.

Am Plage Taghazout haben wir den ersten längeren Stopp eingelegt. Da hatte uns auch ganz schnell die Zivilisation wieder eingeholt, in Form eines Parkwächters, der fürs Anhalten 10 Dirham (ca. 1 Euro) haben wollte. Direkt daneben wurde ein hässlich-schönes „Surfressourt gebaut. Pauschaltouristen Idylle halt. Ganz ehrlich, wer im November Sonne, Strand, Meer und vielleicht auch noch Wellen zum Surfen haben will, ist hier richtig aufgehoben. Ich bin es nicht 😉 .

Also weiter nach Essaouira. Die Strecke führt meistens in Küstennähe entlang und ist durchaus interessant. Aus Südwesten konnten wir aber bereits am Horizont sehen, dass ein Tiefdruckgebiet im Anmarsch war. Bis in die Nacht rein hatte uns das Tiefdruckgebiet eingeholt und ließ die ersten Ladungen Regen ab. Morgens war es mal kurz trocken, um gleich wieder loszulegen.

Danach nur noch heftiger Dauerregen, alles war am wegschwimmen. So macht es keinen Sinn, sich was anzuschauen, also doch einen Tag früher als geplant Richtung Fähre gefahren. Leider kein schöner Schluss unserer Marokkotour, aber alles lässt sich halt auch nicht einplanen.

Der Regen sollte uns bis fast nach Tanger treu bleiben, soviel Wasser hab ich auf jeden Fall selten vom Himmel kommen sehen. Vier Tage später war ich dann auch schon wieder zuhause und konnte beim Aufbau des örtlichen Weihnachtsmarktes zuschauen. Was für ein Kontrast!

Damit ist auch dieser Reisebericht zu Ende. Ich hoffe es war für alle, die hier nachträglich unsere Reise mitverfolgen konnten interessant. Mir hat es auf jeden Fall viel Spaß gemacht, die Fotos noch mal durchzuschauen und mich an das eine oder andere Erlebnis dieser Reise zu erinnern. Bedanken möchte ich mich bei den Mitreisenden für entspannte 3 Wochen Tour durch Marokko. Dafür das es nie stressig war und wir als Team einfach sehr  gut funktioniert haben. Das ist nicht selbstverständlich!
Das Marokko-Reiseteam 2016 bestand aus: Marlis und Jörn im Land Cruiser J12, Karo und Michael im Land Cruiser J15,  Nina und Michi im Land Cruiser HZJ und natürlich mir im Patrol.

2 Kommentare

  1. Einfach großes Kino, Stefan. Danke fürs Aufarbeiten der Reise. Es hat uns nochmal alles erleben lassen und wir werden auch immer wieder mal reinschauen. Deinem Schlussworten kann ich nur zustimmen! Tolle Truppe immer wieder gerne.
    Grüße michi und nina

  2. Hallo Stefan,
    Danke für’s Miterlebenlassen, und die Präsentation.
    Ganz viele tolle Bilder ! „Deine“ Sternenhimmel sind immer wieder für einen Kontinentaleuropäer ne Wucht.
    Auch der Nachwuchs hat schlüssig mitgelesen 🙂
    Noch viele Reisen Deiner Wunschliste mögen Dir in Erfüllung gehen.
    David

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