Albanien 2013

Von Thet an den Skodra See

Der morgen in Thet begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein. Wunderschön! Da macht das Aufstehen gleich viel mehr Spaß. Nach dem Frühstück kam auch direkt mein „Fahrschüler“ um die Ecke 😉 . Ich hatte Francesco am Vortag versprochen, mit ihm eine Runde mit dem Cruiser zu drehen. Er durfte fahren. So ging es dann mit dem 13jährigen Knirps am Lenkrad den nächstgelegenen Bergpfad rauf, bis zu einem kleinen Laden, der von einer befreundeten (oder verwandten) Familie geführt wird. Bis auf ein paar Kleinigkeiten, ist Francesco m.E. sehr gut gefahren. Allen groben Hindernissen ausgewichen, ohne das ich was sagen musste – er wäre nur gerne etwas schneller gefahren, was ich aus verständlichen Gründen allerdings unterbunden hatte 😉 . Auf jeden Fall hatte er sich riesig gefreut und war stolz wie Oskar, als wir zurück am Campingplatz waren.

Da wir nicht über dieselbe Strecke zurück fahren wollten, ging es heute die nördlicher gelegene Strecke nach Koplik. So kann man aus der Tour nach Thet eine schöne Rundfahrt machen und muss nicht hin- und zurück dieselbe Piste fahren.

Nach den Erfahrungen von vorgestern hatten wir uns nochmal auf einen längeren und auch etwas anstrengenderen
Fahrtag eingestellt. Wir hatten bereits von anderen Reisenden in Thet erfahren, dass die Strecke nach Koplik ausgebaut wird und es teilweise sehr eng sein sollte.

Anscheinend korreliert aber unser empfinden über Straßenzustände anscheinend überhaupt nicht, mit dem von Reisenden, welche wir getroffen haben. Wir fanden die Strecke sehr einfach und schön zu fahren. Dazu hatten wir noch den Vorteil, dass wir die Baustelle in der Mittagspause der Bauarbeiter passieren konnten.
Die erste Pause legten wir oben an der Passhöhe ein. Hier hat sich schon jemand auf die demnächst fertige Asphaltstraße eingestellt und ein komplett neues Cafe mit toller Aussicht an den Hang gestellt. Direkt hinter dieser Location lohnt es sich übrigens kurz den Kamm raufzulaufen und rüber zu schauen. Für die kleine „Anstrengung“ wird man mit einem tollen Ausblick belohnt.

Die Asphaltstrasse führt übrigens bereits aktuell bis Boge und wird, wenn alles gut läuft, nächstes Jahr bis zu Passhöher verlaufen. Ich kann mir gut vorstellen, dass danach auch ein weiterer Ausbau bis nach Thet angedacht ist.

In Dedaj dann die nächste Pause um was zu futtern. Unsere Nachfrage nach „Food“ wurde mit „traditionell“ beantwortet. 3mal Daumen hoch. Kurz danach hatten wir 3 riesige Grillteller vor uns stehen. Sehr lecker!

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Irgendwie war das Essen aber so lecker, dass wir komplett die Zeit verbummelten und den Nachmittag geschwind umplanen mussten. Wir hatten ursprüpnglich mal vor, schon mal ein Stück Richtung Vermosh-Tal weiter zu fahren. Den Programmpunkt strichen wir zumindest für den Montag von der Liste und düsten runter zum Shkodra See, an dem einer der wenigen Campingplätze in Albanien liegt, das Lake Shkodra Resort.

Den Shkodra See selber fand ich zum baden etwas enttäuschend. Das Wasser ist leicht brackig, viel zu warm und außerdem muss man ewig reinlatschen, bis einem mal das Wasser bis zu den Knien reicht.

Morgen soll es dann zum Abschluss unser Albanien-Tour in das Vermosh-Tal gehen.