Island 2008

Von Asbyrgi über den Myvatn nach Akureyri

Montag 18.08. und Dienstag 19.08.
Heute mal ein Bericht von zwei Tagen. Gestern war ich etwas schreibfaul gewesen 😉 .

Start am Montag war in Asbyrgi wie gewohnt mal wieder erst gegen 12 Uhr. Ich weiss auch nicht, warum wir immer so lange brauchen, um aufzubrechen? Drei Stunden zum frühstücken und zeltabbauen ist schon nicht schlecht 😉 . Schön fand ich die Abbauzeit, die ein Isländer mit seinem Klappwohnwagen benötigt hat, ganze 15 Minuten. Also so langsam gefallen mir diese geländegängigen Anhänger immer besser, die die Isländer überall hinschleifen.

Über die F862 ging es dann nach dem Abbaumarathon auf der westlichen Seite der Jökulsa Richtung Ringstraße. Der Dettifoss wurde natürlich auch nochmal besucht. Von der westlichen Seite aus finde ich ihn sogar fast noch beeindruckender. Wer mal zum Dettifoss fährt sollte auf jeden Fall auch die westliche Seite besuchen. Die Piste dorthin war allerdings in einem sehr schlechten Zustand, so dass ich sie momentan nicht mit einem normalen PKW befahren würde.
Überhaupt haben wir bisher fast nur üble Pisten mit langen Waschbrettpassagen angetroffen. Auch die Staubentwicklung ist schon fast so, als wäre man in der Sahara unterwegs. Von 2006 hatte ich das irgendwie doch leicht anders in Erinnerung. Anscheinen war es diesen Sommer im östlichen Hochland und rund um Asbyrgi besonders trocken gewesen.

Nach dem Dettifoss ging es weiter zu den „Stinkedingern am Myvatn“ (Hverir). Nachdem mir bereits 2006 fast das Frühstück wieder hochgekommen ist, hab ich mir diesesmal den Besuch geschenkt und auf die anderen gewartet. Danach noch der obligatorische Stopp an der Krafla, die ich jetzt auch mal ohne Nebel sehen durfte und weiter zum Campingplatz in Reykjahlíð.

Kleine Geschichte am Rande: wir haben bis jetzt dreimal ein Ehepaar aus Köln getroffen, dass mit uns auf der Norröna war und auch am 3. September wieder die Rückfahrt antreten wird. Die beiden sind mit einem schönen Toyota Landcruiser unterwegs, den ich beim nächsten Treffen auf jeden Fall knippsen muss.

Jetzt noch zum Dienstag:
Wir haben uns dazu durchgerungen, heute nur bis nach Akureyri zu fahren. Das Wetter hat leider zum ersten Mal, seit wir auf Island sind nicht mitgespielt. Es war die meiste Zeit bewölkt und hat ab und zu geregnet. Dazu noch ein kalter Wind, also so macht Island dann doch etwas weniger Spaß.

Auf dem Weg nach Akureyri stand noch ein Besuch in Dimmuborgir (das ist ein altes Lavafeld, dass beim erkalten bizarre Formen gebildet hat) und der Goðafoss.
Den Goðafoss kenn ich leider nur mit schlechtem Wetter, den bereits 2006 war es hier bewölkt und kalt gewesen. Zum Abschluss der Sightseeing-Tour stand dann noch das Torfgehöft in Laufás auf dem Programm. Ich wiederhole mich, aber auch das kenne ich bereits von 2006 😉 . Macht aber nichts, die anderen haben das ja alles noch nicht gesehen.
Laufás ist übrigens echt ein Besuch wert. Man sollte auch die 500 Kronen investieren und sich das Gehöft von innen anschauen.

In Akureyri dann noch ein bischen Shopping und zum Subway essen gehen 😉 . Also typisch einheimische Nahrung 😉 .
Shopping in Akureyri war mal echt ein Erlebnis. Wir haben für Ingmar ein neues CB-Funkgerät gesucht und für mich eine neue Antenne für die CB-Funke. Beide Teile haben das gerüttele bis jetzt nicht überlebt. Dabei durften wir die isländische Hilfsbereitschaft kennenlernen. Nach einigen rumfragen wurden wir zum richtigen Laden geschickt, der zumindest mal für Ingmar ein neues Gerät hatte. Der kannte dann wieder einen anderen Laden, der wahrscheinlich eine Antenne hätte 😉 . Also auf zu dem!
Der hatte Antennen und auch eine Magnethalterung, aber nicht das richtige Kabel zur Hand. Kein Problem! Ich mach dir eins 🙂 . 10 Minuten später hatte ich ein passendes Kabel und eine neue Antenne zu einem fairen Preis im Beutel, das Zeugs muss dann nachher nur noch eingebaut werden. Also wer mal in Island ein Problem hat, einfach fragen, die Isländer helfen verwirrten Touristen gerne weiter 😉 .

Morgen geht es dann endlich über die Sprengisandur Richtung Süden. D.h. es wird die nächsten Tagen keine Aktualisierungen geben, weil wir erst mal wieder ins Hochland verschwinden.